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Masterclass – 9 Monate später

Masterclass – 9 Monate später

Es ist Sonntag, ich sitze am PC mit der Bildbearbeitung für eine Familystory. Die Bilder berühren mein Herz, die Reportage erzählt wieder eine ganz individuelle Geschichte. Ich genieße das Nachspüren des Shootings und das Einweben meiner Wahrnehmung und der Energien in die Bilder. Meine Arbeitsweise hat sich gewandelt, vom fast ängstlichen kopfgesteuerten Tun hin zum intuitiven Sein, mit dem was sich zeigt und offenbart. Ich unterbreche meinen Workflow, genieße den auftauchenden Film der Erinnerung … an die Masterclass bei Steffen Böttcher im Januar. Ein Workshop, den ich buchte ohne zu wissen, wo es mich überall hinführen wird. Ich entdeckte damals vieles, was nicht meins ist und fand für mich Wesentliches. Ich fuhr nach der Masterclass mit einem mulmigen Gefühl heim, alles in mir war durcheinander, scheinbar ohne Orientierung. Es folgten Monate der Neuorientierung, ich ließ einige Bereiche der Fotografie bewusst los, um mich für einen ganz neuen Bereich zu öffnen, in dem sich scheinbar alles vereint. Was wesentlich war, ich hörte auf mich im Aussen zu orientieren. Somit fand ich (noch mehr) mich und meine intuitive, ganz individuelle Arbeitsweise mit der Kamera. Ein großes Geschenk, denn es offenbarte sich mir eine ganz andere Welt, andere Sichtweisen und Blickwinkel, jene aus dem Herzen … völlig frei. Jene Augenblicke, die ich bis dato fast nur in den stillen Momenten mit der Kamera in der Natur fand.
Emotionale Bildmomente, waren immer schon mehr meins, als das perfekte Arrangement. Das Echte, das Pure und Individuelle zog mich immer schon in seinen Bann. Was also veränderte sich ? Auch wenn es etwas verwirrend klingen mag, aber ich ließ das *PerfektSeinWollen* im intuitiven Fließen los. Denn jenes *alles besonders gut machen wollen* blockierte mich so sehr. Das Vergleichen mit anderen Fotograf/innen, das Suchen nach dem perfekten KameraEquipment usw. all dies raubte mir Energie und den Blick für das Wesentliche.  Ja ich fühle mich freier, sowohl für mich Steffi/Seele/Mensch, als auch in meinem Sein mit der Kamera. So fand ich auch einen neuen Wirkungsbereich für mich, in dem ich mich einzig den Frauen und ihrem Erwachen widme. Und ja dafür hab ich einiges losgelassen. Ich würde es nicht unbedingt *nicht stimmig* nennen, vielmehr ein *dem Ruf der Seele folgen*. Ich liebe ja die Reportagefotografie, und jene als solche der fast stillen Beobachterin. Bewirken ohne manipulativ zu sein. Präsent und doch fast unsichtbar. Bewusst machen, wo es es braucht und lassen, wo es Flow und Vertrauen braucht. Intuitives Spüren und Sein, mit dem was ist und sich offenbart. Raum geben. Begegnung. Zwei Seelen eine Kamera. Die Schönheit der Seele offenbarend. Und so sind diese SoulSessions mit den Frauen auch Reportagen, zeigen ehrliche Momente … echt und authentisch, pur. Für diesen neuen Wirkungsbereich gibt es nun seit kurzem auch eine Facebookseite spirit awakening photography
Was ich noch fand in den vergangenen Monaten… ich bin scheinbar kein Mensch für die übergroßen Feste, eher für die kleinen Hochzeiten, das Individuelle … da wo ich freien Raum finde für meine Sichtweise, mein Spüren dessen, was sich in jenen kostbaren Momenten des Tages zeigt. Diese Augenblicke, die im scheinbar flüchtigen Erleben untergehen. Momente die berühren, erinnern … nicht gar so selten auch an Jenes, was uns allen im Alltagstrubel manchmal untergeht. Und dies fließt in jegliche meiner Reportagen mit ein, ob es Hochzeiten sind, Familystorys, Retreats, Reportagen über beseelte Orte und des Miteinander Erlebens usw. So bringe ich vielleicht sogar ein Stückchen *Wandlung* hinein, über das bildliche Erleben.
So reiste ich in den vergangenen Monaten viel, innen wie aussen… es offenbarte sich mir viel Neues und ich freue mich auf alles Kommende, auf viele beseelte Begegnungen, Augenblicke und die ein oder andere Träne… denn dieses BerührbarSein in jeglicher Hinsicht ist so ein Geschenk. Und nicht zuletzt wird mir einmal mehr bewusst Arbeitszeit ist Lebenszeit und so sind wir alle eingeladen, stets die Dinge zu tun, die wir lieben, Wirkungsbereiche bewusst (auch) neu zu wählen, um mit unserem Tun (noch mehr) LIEBE fließen zu lassen.

 

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alle Bilder – Januar Masterclass
Model: Ponny

 

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